Drei Jahre bei den Kotti Paten: Rückblick einer Patin

„Hallo Laura, ich habe über Melanie, die selbst Patin bei euch ist, von eurem Verein gehört und würde mich auch sehr gerne persönlich als Patin engagieren. Ich heiße Victoria, bin 24 Jahre alt, Studentin, und habe viel Spaß am Umgang mit Kindern.“

Mit dieser Mail fing alles an.

Heute bin ich 28 Jahre alt und habe durch Kotti Paten bereits meine zweite Patenschaft mit einem Mädchen aus dem Kotti Kiez. Ungefähr einmal die Woche treffe ich mich mit der achtjährigen Zeynep und gemeinsam erkunden wir Berlin, machen Hausaufgaben, gehen schwimmen, ins Planetarium und ins Kino – oder verbringen Zeit bei ihr zu Hause mit ihrer Familie.

Sie zeigt mir ihre Welt, ich ihr meine und zusammen entdecken wir neue unbekannte Universen. Eine enge Patenschaft mit einem Kind heißt auch: Sich immer wieder neue Unternehmungen überlegen. Das ist in Berlin allerdings nicht schwer – die Stadt hat so viel zu bieten. Gleichzeitig kommen über den Kotti Paten Verteiler immer wieder Hinweise und Anregungen zu neuen spannenden Aktionen, Ausstellungen oder auch Workshops. So konnten die Tandems die Unfallchirurgie des Virchow Klinikums besuchen und einen Operationssaal von innen sehen (Gipsen inklusive). Bei einem Erste-Hilfe-Kurs habe ich meine Kenntnisse im Lebenretten aufgefrischt.

Die Familie von Zeynep hat mich sehr herzlich aufgenommen. Regelmäßig bleibe ich nach den Treffen mit meinem Patenkind noch dort, trinke schwarzen Tee, esse Baklava und plaudere mit einer von Zeyneps fünf Schwestern.

Als Vereinsmitglied habe ich zudem spannende Einblicke in die Vereinsarbeit – von der Akquise von Spendengeldern bis hin zu der Planung von größeren Aktionen wie etwa unserer von der Berliner Presse beachteten Aktion „KottiSchick“.

Ich bin sehr gespannt, wie sich Zeynep in der nächsten Zeit entwickelt und was wir noch Spannendes zusammen unternehmen und erleben werden. Langweilig wird es sicher nicht!